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Der Diabetikerwarnhund


Hunde begleiten den Menschen schon über einen langen Zeitraum als Gefährten, Familienmitglieder und als spezialisierte Helfer. Hunde sind nicht nur eine Bereicherung für das Leben, sondern können uns das Leben auch erleichtern und können auch vieles was ein Mensch nicht kann, denkt man nur mal an die Nasenleistung eines Hundes, wenn Verschüttete von einem Rettungshund gefunden werden.

In den verschiedenen Ausführungen sind Jagdhunde, Schutzhunde, Hüte- und Treibhunde schon seit vielen hundert bis sogar tausend Jahren bekannt. Die Sanitäts- und Rettungshunde sind erst in den letzten Jahrhunderten entstanden. Die Assistenz- und Servicehunde sind erst seit dem letzen Jahrhundert bekannt. Der erste speziell ausgebildete Assistenzhund ist der Blindenführhund. Inzwischen gibt es eine Vielzahl von Hunden, die Menschen mit Behinderungen helfen.

Mittlerweile ist der Hund auch ein Lebensretter geworden, der bei entsprechender Ausbildung vor drohenden Gefahren wie Krebs, Herzattacken, epileptischen Anfällen aber auch vor Unterzuckerungen warnen kann.

Gerade für Typ 1 Diabetiker kann der Diabetikerwarnhund lebensrettend sein, da diese Menschen ihre Unterzuckerung oftmals nicht spüren. Mit seiner feinen Nase riecht der Diabetikerwarnhund die chemischen Prozesse bei Unterzuckerung im Schweiß des Betroffenen.

Ein Diabetikerwarnhund ist immer in Bereitschaft Notfallsituation seines Menschen zu erkennen. Erst wenn er eng mit seinem Diabetiker zusammenlebt kann er auch zusätzlich zum Geruch die veränderte Körperhaltung, Muskelspannung und Atmung des Betroffenen richtig einschätzen und reagieren.

Diabetikerwarnhunde können neben der Unterzuckererkennung den Betroffenen selber oder Angehörige warnen. Dies kann durch kratzen, bellen oder die Bedienung einer Notfallklingel erfolgen. Auch ist es denkbar einen Notfallbeutel zu bringen oder Türen zu öffnen.

Diabetikerwarnhunde sind zwar Assistenzhunde, haben aber keinen Anspruch auf staatliche Förderung.

Der Blindenführhund ist als einziger Assistenzhund im Sozialgesetzbuch 5 als Hilfsmittel anerkannt. Die genaue Definition eines tierischen Hilfsmittels ist, dass es dauerhaft benötigt wird und ununterbrochen Leistung erbringt. Diese Bedingungen erfüllt ausschließlich der Blindenführhund. Dazu gehört auch, dass der Behinderte einen Schwerbehindertenausweis hat.

Einen Rechtsanspruch auf Mitnahme des Hundes in öffentliche oder private Gebäude, Grundstücke oder öffentlichen Nahverkehr gibt es nicht. Auch nicht für den Blindenführhund. Niemand kann sich per Gesetz über das Hausrecht des Einzelnen hinwegsetzen, womit auch der Blindenführhund keinen Rechtsanspruch auf Betreten von Gebäuden hat. Im Allgemeinen trifft man aber auf positiv gestimmte Menschen, die einem freundlich entgegenkommen. Vorallem, wenn sich der Hund in einem freundlichem Wesen und einem vorbildlichem Gehorsam zeigen.

Abschließend kann man sagen, dass alleine schon das Leben mit einem Hund den Alltag eines chronisch kranken Menschen bereichern kann.